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Chef de Partie und Provision Master an Bord

Frank Höck kommt aus Flensburg, wie das gute Bier. Frank hat 5 Dienstjahre auf Kreuzfahrtschiffen hinter sich – als Chef de Partie 2 Jahre auf der alten MS Europa, 1 Jahr auf der MS Hanseatic und ein halbes Jahr auf der MS Bremen, dann als Provision Master 1 Jahr und 2 Monate auf der Neuen MS Europa und 4 Monate auf der MS Columbus.Danach hat “Frankie” an Land auf der Hotelfachschule Heidelberg seinen “Staatlich geprüften Gastronom und Küchenmeister” gemacht.

Chef de Partie

Erklärung zum Job

Ein Chef de partie ist ein Postenleiter in der Küche, z.B. für Gemüseposten, Kalte Küche, Fleisch, Fisch usw. Er hat die Verantwortung, dass der Ablauf auf seinem Posten klappt und dass alles rechtzeitig fertig ist.

Ausbildung

Voraussetzung ist eine (normale) dreijährige Kochausbildung . Ein paar Jahre Berufserfahrung nach der Lehre sind von Vorteil.

Arbeitszeiten, Tagesablauf

Die Arbeitszeiten sind in der Regel von 7.30 – 14.00 und von 17.00 -22.00 Uhr (außer mann kommt mit der Produktion nicht nach, dann muss man mal Überstunden machen – das hängt halt von der eigenen Arbeitseinteilung ab).

Der Tagesablauf richtet sich natürlich nach den Services. Morgens ist als erstes eine Menübesprechung mit den Commis und Filipinos. Dann folgen die Zubereitungen für den Mittagsservice. Nach der Mittagspause dann Vorbereitung und Durchführung des Abendservice. Ende ist gegen 22.00 Uhr.

Bewerbung

Damals habe ich mich noch in Hamburg bei Hapag-Lloyd beworben, da die alte Europa noch unter deutscher Flagge fuhr. Wir mussten noch zu einem Einstellungstest mit anschließendem Auswahlverfahren.

Provision Master

Erklärung zum Job

Der Provision Master ist verantwortlich für die gesamten Abläufe der Proviantbestellung, -lagerung und -auslieferung. Er macht die Bestellung für die Getränke- und Lebensmittelcontainer und geht in den verschiedenen Ländern mit dem Küchenchef auf die lokalen Märkte.

Er ist verantwortlich für die Lagerhaltung, Sauberkeit und das korrekte Verbuchen mit Fidelio Cruise (ein Datenbankprogramm auf allen größeren Kreuzfahrtschiffen) und Micros (das dazugehörende Kassensystem).

Ausbildung

Empfehlenswert ist es, gelernter Koch zu sein, da man Bescheid wissen sollte über Lebensmittelprodukte und deren korrekte Lagerung. Die Computerprogramme Fidelio und Micros kann man dann an Bord erlernen.

Arbeitszeiten, Tagesablauf

In der Regel von 7.00-13.00 und von 16.30-21.30 Uhr. Ausnahme: Bei Storings (alle 6 Wochen) wird schon mal 14 Stunden durchgearbeitet. Hinzu kommt die Zeit, die man auf den lokalen Märkten ist.

Morgens: Bestellungen ausliefern und wegbuchen, dann das Lager kontrollieren auf Sauberkeit und Einhaltung der Temperatur-Grenzwerte. Nachmittags macht man laufende Inventur und Bestellungen und gibt Sachen aus, falls jemand etwas braucht

Bewerbung

Ich war als Chef de Partie auf der Bremen. Da hing dann mal ein internes Jobangebot für die Stelle des Provision Master auf der Europa aus, und da habe ich mich dann einfach drauf gemeldet. Ein paar Wochen später hatte ich den Job. (Anmerkung des Herausgebers: Alle anderen wenden sich an CSM Cruise Services)

Generelles zum Leben an Bord

Das Leben an Bord ist einfach super und unkompliziert. Man kommt viel rum in der Welt, sieht viel und es gibt super viele Parties. Die Arbeit ist auch OK, nicht schlimmer als an Land wie so viele sagen. Das einzige Negative ist nur, dass man 6 Monate keinen einzigen Tag frei hat, aber da gewöhnt man sich dran. Ansonsten sind die Kabinen etwas klein, aber man ist ja eh nur zum Schlafen da. In der Zeit nach der Arbeit sollte man so viel wie möglich die anderen Länder erkunden, da gibt es sehr viel zu erleben.

Man kann nebenbei auch noch den Zodiacschein machen. Ich habe den auf der Hanseatic gemacht. Damit darf man dann in der Freizeit mit den Zodiacs die Umgebung erkunden und kann die Crew auf Badeausflüge mitnehmen (oder auch mal die Gäste herumfahren, das allerdings meistens in der Arbeitszeit).
Ob ich zufrieden war ?

Ich war sehr sehr zufrieden! Habe viel gelernt in meinen Beruf , z.b. über Früchte und Fische und viele andere Leckereien, die man in Deutschland gar nicht kennt. Ich habe auch viele neue Menschen und Kulturen kennengelernt. Ich würde es jederzeit wieder machen!

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