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Wo fährt man mit einem Kreuzfahrtschiff hin?
Kreuzfahrt Crew FAQ’s
Auf der MS Europa genießt man – im Vergleich zu den meisten anderen Kreuzfahrtschiffen- den Luxus individueller und exklusiver Routen. Selten läuft man die gleichen Häfen an. Neben der QE2 ist die Europa im übrigen eines der wenigen Schiffe, die auf Weltreise gehen, regelmäßig alle zwei Jahre.
Wer auf der Europa arbeitet, ist verwöhnt. Die meisten anderen Gesellschaften fahren gerne aus Kostengründen immer dieselben Routen. Dann kann man sich im zwei-Wochen-Turnus immer dieselben Häfen anschauen, ein Vierteljahr lang. Bis mit dem Jahreszeitenwechsel das Schiff in ein anderes Fahrtgebiet überführt wird und dort das Spiel von neuem losgeht.
Eigentlich alle europäischen Reedereien bedienen mehrere klassische Fahrtgebiete: Im Winter Karibik, im Frühjahr/Herbst Mittelmeer und im Sommer Nordmeer und Ostsee.
Karibik
Dort tummelt sich mittlerweile jeder. Erstmal natürlich die Lokalmatadoren, die großen Ami-Kreuzer. Die laufen karibische Inseln praktisch das ganze Jahr über an, von den großen Terminals in Florida aus, Fort Lauderdale und Miami. Sie hoppen auf 4 oder 5 Inseln und wieder zurück zum Ausgangshafen. Das sind meistens die typischen 5-oder 6-Tage Pauschalangebote, die nicht mehr kosten als ein Tag auf der Europa. Diese Schiffe haben Kapazitäten für bis zu 3000 Passagiere, und das ganze Kreuzfahrtbusiness ist ganz anders aufgezogen, so à la günstige Urlaubsalternative.
In der Wintersaison sind zusätzlich auch viele europäische Kreuzfahrtschiffe in diesen Gefilden. Die AIDAs z.B. touren dann im 2-Wochen-Turnus durch die Gegend.
Wegen des nach wie vor boomenden Pauschaltourismus und der räumlichen Enge (die Inseln sind meist ziemlich klein) tritt man sich schon fast ein wenig zu sehr auf die Füße.
Mittelmeer
Im Frühjahr und im Herbst boomt hier das Business, und in den verträumten Buchten der Ägäis liegen ebenso weiße, schlanke Schiffe wie an die Küsten Marokkos und Tunesiens. Für die Crew bietet sich in diesen Regionen natürlich der Vorteil, dass es nicht weit nach Hause ist. So schauen schon mal gern Verwandte rein, wenn die Schiffe in Norditalien oder Südfrankreich liegen, besonders die Angehörigen der österreichischen Crew. Malta ist auch ein klassischer Anlaufpunkt, den alle Reedereien auf ihren Plänen haben. Ein Must sozusagen. Ein weiterer Vorteil ist seit der Euro-Einführung natürlich der, in seiner Heimatwährung zahlen zu können und die Preise nicht umrechnen zu müssen. Wer kann sich schon jeden Tag an andere Wechselkurse und zum Teil haarsträubende Bankformalitäten gewöhnen. In Brasilien 20 Dollar in Real umzutauschen, ist einfach unsinnig. Unter 100 Dollar macht das Tauschen dort wegen der hohen Bankgebühren keinen Sinn. Das erfährt man allerdings erst, nachdem man eine dreiviertel Stunde in der Bank gewartet hat, bis man an die Reihe kommt.
Im Vergleich zur Karibik vorteilhaft ist auch die räumliche Ausdehung: Man begegnet nicht immer wieder denselben anderen Schiffen. Wobei die bekanntesten Ziele trotzdem immer überlaufen sind. In Capri die rote Sonne im Meer versinken sehen – das möchte man daher in der Regel nur einmal.