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News
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Telefonieren für Crewmember
In diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren unheimlich viel verändert.
Auf dem Schiff
Durch die VoIP Telefondienste (die mit wesentlich geringeren Kosten produzieren als die klassischen Langstreckenverbindungen) werden inzwischen auf den meisten Schiffen für die Crew zu bestimmten Zeiten relativ günstige Telefonverbindungen angeboten. Diese können entweder direkt von der Kabine aufgebaut werden (u.U. mit Vermittlung über Reception, oder Eingabe eines PINs wegen der Abrechnung), oder in speziellen Telefonkabinen. Dies ist von Schiff zu Schiff unterschiedlich.
Skype
Mit dem Einzug von Skype und Internetangeboten für die Crew ist es nun auf vielen Kreuzfahrtschiffen möglich, mit Skype und seinem Laptop nach Hause zu telefonieren, u.U. sogar mit Video. Skype unterstützt mit der einfach aufzuladenden “Call-Out” Option auch das Anrufen von Skype zu Festnetzanschlüssen. Das kostet i.d.R. ein paar Cent pro Minute. Die Oma braucht also keinen Laptop ;)
Ein Hinweis jedoch, die Satellitenverbindungen der Schiffe sind teuer (auch für die Reederei) und daher von der Bandbreite eingeschränkt. Nicht überall kann Skype in vernünftiger Qualität genutzt werden.
Mobiltelefon und weltweites Roaming
Grundsätzlich ist Roaming, also das Anrufen (aber auch das Empfangen von Anrufen) im Ausland eine kostspieligere Angelegenheit. Nachdem das Problem seit einigen Jahren bekannt ist (viele Crewmember haben es am Anfang auf die harte Tour lernen müssen!), gibt es inzwischen sowohl das Bewusstsein, als auch Gegenmassnahmen der Gesetzgeber (z.B. in Europa). Wer allerdings weltweit fährt, sollte weiterhin ein wachsames Auge haben.
Das gilt übrigens auch (und besonders) für Mobiltelefone mit Datenvertrag! Während der deutsche Mobilfunkvertrag im Inland (relativ) unbegrenzten Datenverkehr zu einem Festpreis (Flatrate) ermöglicht, verdienen die Provider im Ausland kräftig mit. Meist wird die heruntergeladene Datenmenge berechnet. Das Anschauen eines youtube Videos in St. Petersburg würde ich daher nicht empfehlen ;)
Im exotischeren Ausland ist es oft am billigsten, sich vor Ort in den Häfen weltweite “Prepaid-Calling Cards” zu besorgen (Tipp: die Filipino-Crew des eigenen Schiffes fragen!). Einige funktionieren auch mit dem eigenen Mobiltelefon. Achtung: die Servicerufnummer, die man anrufen und seinen Code eingeben muss, ist nicht in allen Ländern vom Mobilnetz aus kostenlos! Wer sicher geht, ruft einfach von einer Telefonzelle aus an, dann sind die Kosten durch die Telefonkarte
Wer das eigene Mobiltelefon weltweit nutzen möchte, braucht grundsätzlich ein Quadband Telefon (zahlreiche Modelle am Markt erhältlich). Die GSM-Mobilnetze in anderen Ländern haben z.T. andere Frequenzen.
Vor der Abreise lohnt sich ein Blick auf Roamingverträge und Auslandstarife seines Mobilfunkanbieters. Und ein Vergleich verschiedener Anbieter: Nicht immer ist der Anbieter, der in Deutschland günstig ist, auch in Südamerika der billigste.
Vorsicht bei der Netzwahl in fremden Ländern. Am besten deaktiviert man beim Mobiltelefon die Option “automatische Netzwahl” und wählt manuell das Netz des Kooperationspartners seines Anbieters (vorher Liste im Internet runterladen). Mit denen kann man i.d.R. wesentlich günstiger telefonieren.
Große Vorsicht auch mit der automatischen Weiterleitung! Die Netzbetreiber warnen jedes Jahr zur Ferienzeit vor dieser Thematik. Wer im Ausland angerufen wird, zahlt nämlich mit. Besonders gemein wird es, wenn man im Ausland ein Gespräch nicht annimmt, und das Gespräch zurück nach Deutschland auf die Mailbox umgeleitet wird.
Hier die Infos einiger grosser deutscher Mobilfunkanbieter zum Thema Roaming:
Vodafone: Informationen Roaming und Telefonieren im Ausland
O2 – Aus dem Ausland telefonieren
T-Mobile: Telefonieren im Ausland mit Smart Traveler